Wie bekomme ich 900EUR Förderung für Ladelösung KFW?

Update: Infos zum neuen Fördertopf des BMVI für Unternehmen findest du in diesem Beitrag

Update: Der Fördertopf der KFW ist erneut komplett abgerufen worden. Eine Neuauflage der privaten Ladeinfrastrukturförderung über die KFW ist nicht unwahrscheinlich.

900EUR Förderung für Ladelösung KFW

Richtig gehört. Die Bundesregierung fördert neben den Elektroautos auch die Anschaffung und Installation privater Ladelösungen. Die Förderung kann ausschließlich von Privatpersonen beantragt werden. Die Beantragung der 900€ pro Ladepunkt organisiert die KFW.

Die Beantragung kostet nur 5 Minuten Zeit

Es ist wirklich schnell gemacht. Im Zuschussportal der KFW kann ich alles einfach mit wenigen Klicks in die Wege leiten. Ich kann jedem nur Raten einfach den Antrag zu stellen, denn ist der Antrag gestellt und bewilligt, habe ich ein Jahr Zeit für die Umsetzung des Vorhabens.

Umsetzung ist nicht verpflichtend

Ist der Antrag einmal gestellt und bewilligt habe ich die Fördermittel sicher, sofern ich die Bedingungen der KFW einhalte.

Die wichtigsten Bedingungen sind zum Beispiel:

  • Die Ladelösung muss über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen
  • Der Strombezug muss aus 100% erneuerbaren Energien stammen (z.B. Ökostromvertrag)
  • Die Ladestation muss intelligent und steuerbar sein
  • Die Kosten für Kauf und Installation müssen mindestens 900€ betragen
  • weitere Infos bezieht bitte aus der übersichtlichen Darstellung der KFW

Entscheidest du dich dann doch, dass du keine Ladelösung installieren möchtest, weil du zum Beispiel die Bedingungen nicht erfüllen möchtest ist das kein Problem. Der Anspruch auf die zugesagten Fördermittel verfällt nach einem Jahr. Sonst passiert nichts!

Warum ist das interessant für meinen Dienstwagen?

In meinem Beitrag Ladesäule für den Dienstwagen – Wie organisiere ich das? bin ich auf die verschiedenen Möglichkeiten meinen Dienstwagen unter anderem zuhause zu laden bereits eingegangen.  Eine Variante ist, dass der Arbeitnehmer seine private Ladesäule auch für das Laden des Dienstwagen nutzt und regelmäßig mit dem Arbeitgeber abrechnet. Insbesondere dann, wenn die meisten Ladevorgänge in der Firma am Arbeitsplatz stattfinden und nur selten zuhause zum Beispiel über Nacht nach einer längeren Dienstreise der elektrische Dienstwagen vollgeladen wird, ist die private Bereitstellung einer Ladelösung für den seltenen betrieblichen Bedarfsfall eine gute Option.

Ladebox für effektiv nur 1€

Kürzlich bin ich auf das Umsetzungsbeispiel von Peach Elektro aus Berlin gestoßen. Zum Pauschalpreis von 901€ bekommt jeder Techniker der in seinem Unternehmen beschäftigt ist, seine private Ladestation zu Hause installiert. Effektiv zahlt der Mitarbeiter also 1€, denn 900€ bekommt er nachdem er die Umsetzung nachweisen hat von der KFW zurück.

Sicher lässt es sich nicht immer so günstig umsetzen wie in diesem Beispiel, aber es spricht wenig dagegen den Antrag auf die Fördermittel zu stellen und bei dem Elektriker meines Vertrauens ein Angebot einzuholen. Durch die extrem hohe Pauschalförderung von 900€ wird es kurzfristig privat wohl kaum günstiger sein Dein Zuhause für die Mobilität der Zukunft auszurichten.

900EUR Förderung für Ladelösung KFW
900EUR Förderung für Ladelösung KFW

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Geschrieben und veröffentlicht von:

Jan Beilmann

Gründer jobcars

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Hinweise für Arbeitnehmer:
1 Enthält die Steuerabgaben die aus der Dienstwagenversteuerung Pauschalmethode entstehen
2 Bei Gehaltsumwandlung sind die relevanten Teile der Unternehmerkosten enthalten

Hinweise für den Arbeitgeber:
1 Enthält die monatl. Leasing-/Abo Rate
2 Enthält die Beiträge AG zur Sozialversicherung
3 Enthält die USt. die aus der Fahrzeugbereitstellung entsteht
4 Zusätzliche Kosten bei Leasing Es entstehen neben der berücksichtigten monatl. Leasingrate noch weitere Kosten für z.B. Strom, Versicherung, Wartung, Verschleiß, evtl. Überführungs- & Zulassungskosten, KfZ Steuer entfällt bei E-Auto bis 2030. Der Arbeitgeber sollte die weiteren Kosten in seiner detaillierten Kostenkalkulation unbedingt zusätzlich beachten! Inwieweit er die Kosten als Gehaltsumwandlung einrechnet oder im Dienstwagenüberlassungsvertrag regelt bleibt ihm überlassen.

Bei ABO ist in der Regel in der monatl. Rate alles enthalten außer Strom (ausgenommen Schäden, Mehrkilometer etc.)

Spare durch die Umweltbonus!

Die Leasingsonderzahlung ist durch den Umweltbonus und die Innovationsprämie für Sie kostenneutral. Bitte beachten Sie jedoch, dass auf die Anzahlung Mehrwertsteuer bezahlt werden muss. Die Höhe und Berechtigung zur Inanspruchnahme der Innovationsprämie des Bundes ist durch die auf der Webseite des BAFA (www.bafa.de/umweltbonus) abrufbare Richtlinie geregelt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der Innovationsprämie bzw. des Umweltbonus. Der Erhalt erfolgt vorbehaltlich einer positiven Entscheidung des Antrags durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Der staatliche Umweltbonus inkl. der Innovationsprämie gilt derzeit bis Erstzulassung 31.12.2022.

Von einer Verlängerung der Innovationsprämie bis Erstzulassung 31.12.2025 wird derzeit ausgegangen, jedoch liegt noch keine finale Bestätigung vor.

Abo vs Leasing

Der hauptsächliche Unterschied besteht in dem Leistungsumfang und der Flexibilität in der Laufzeit. Während bei Leasingangeboten häufig eine feste Laufzeit von 18-48 Monaten vereinbart wird, finde ich beim ABO Laufzeiten von 1-24 Monate und häufig die monatlich kündbar.

Der Leistungsumfang des ABOs beinhaltet bereits sämtliche für den Betrieb des Fahrzeuges notwendige Kosten außer Strom in der monatlichen Mietrate. Beim Leasing muss ich mich selber um eine Vollkaskoversicherung, Wartung, Bereifung etc.. kümmern.

Die Raten für das ABO sind in der Regel deutlich über denen beim Leasing, jedoch kann ich demgegenüber einige Kosten einsparen und die administrativen Aufwendungen in meinem Unternehmen senken. Beides sind sinnvolle Varianten, um Elektromobilität in meinen Firmenfuhrpark zu etablieren.