Warum sollen Arbeitgeber in Ladesäulen im Unternehmen investieren?

Ladesäulen im Unternehmen – 15%  Zulassungsanteil rein elektrisch betriebener Autos haben wir per 09/2021 laut Kraftfahrtbundesamt bereits. Die Entwicklung des Anteil in den letzten Monaten war extrem ansteigend. Der Trend wird sich wohl in den nächsten Monaten stark weiterentwickeln.

77% der Ladevorgänge finden aktuell zuhause statt

Der Großteil, 77 % der heutigen E-Autofahrer, nutzt laut einer Studie von EUPD Research  die praktische Möglichkeit den Ladevorgang zuhause  dann durchzuführen, wenn das Auto ohnehin vor der eigenen Haustür steht.

Ladesäulen im Unternehmen
Quelle: EUPD Research

Erstmal ist diese Erkenntnis aus meiner Sicht sehr positiv. Denn neben dem Aspekt, dass der Ladevorgang zuhause sehr praktisch ist, kommt der hinzu, dass häufig die lange Standzeit über Nacht genutzt wird. Das Elektroauto muss also nicht in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Strom aus dem Stromnetz aufnehmen, sondern hat viele Stunden Zeit um mit geringer Ladeleistung zu arbeiten. Dies schont den Akku sowie das Stromnetz. Ich kann Arbeitgebern außerdem aufgrund der attraktiven Fördersituation nur empfehlen ihre Arbeitnehmer und insbesondere Dienstwagennutzer bei der Errichtung von Ladesäulen zuhause zu unterstützen. In meinem Artikel Ladesäule für den Dienstwagen – Wie organisiere ich das? kannst du detaillierte Infos zu diesem Thema bekommen.

Nicht jeder kann zuhause laden

Die Wohnverhältnisse insbesondere in Stadtzentren und Großstädten lassen es jedoch nicht zu, dass jeder komfortabel vor der Haustür laden kann. Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird zwar stetig ausgebaut, jedoch ist eine Verfügbarkeit nicht immer garantiert. Bei meiner Frau zum Beispiel funktioniert es wunderbar, dass sie sich nahezu ausschließlich an dem öffentlichen Ladenetz bedient, jedoch gibt es sicherlich auch Konstellationen bei denen keine öffentliche Ladesäule in der Nähe von regelmäßigen Stops liegen. Deshalb wird es in Zukunft einen großen alternativen Ladebedarf derjenigen geben, die zuhause nicht laden können.

Ladesäulen im Unternehmen bieten eine ideale Möglichkeit für den Arbeitnehmer

Der Anteil der Ladevorgänge im Unternehmen ist laut der Studie von EUPD Research noch sehr gering. Dies liegt aus meiner Sicht daran, dass es noch nicht allzu viele Unternehmen gibt, die es Ihren Mitarbeitern ermöglichen im Unternehmen zu laden. Obwohl es steuerlich und fördertechnisch stark subventioniert wird. Stelle ich meinem Mitarbeiter zum Beispiel kostenlos oder vergünstigt Strom für sein Elektroauto am Arbeitsplatz zur Verfügung, muss der aus dem Preisvorteil resultierende geldwerte Vorteil nicht steuerlich angesetzt werden. Ich als Arbeitgeber kann also ein riesiges Problem meines Arbeitnehmers der auf ein Elektroauto umsteigen will mit relativ geringen finanziellen Aufwand lösen. Und häufig steht der notwendige Parkraum auf Mitarbeiterparkplätzen sowieso zur Verfügung.

Intelligente Backend Systeme organisieren die Ladesäulen im Unternehmen

Aber wie verhindere ich als Unternehmen, dass jeden Morgen zu Arbeitsbeginn ein regelrechter Run auf die Ladesäulen stattfindet und das manche Mitarbeiter immer subventioniert laden und andere die gerne würden nicht an die Reihe kommen. Dieses Problem haben einige Ladesäulen- und Softwareanbieter schon vor einigen Jahren erkannt und deshalb intelligente Backendsysteme geschaffen. Die Reichweite der heutigen Elektroautos ist häufig so umfangreich, dass der Durchschnittsdeutsche Autofahrer gar nicht mehr jeden Tag laden muss. Deshalb kann ich Mitarbeitern feste Ladezeiten zuweisen und den Zugang zum Beispiel über eine RFID Legitimation, ähnlich der einer elektrischen Stempeluhr für Arbeitszeiten, organisieren.

Employer Branding und Mitarbeiterbindung

Die Mitarbeiter werden den Mehrwert einer Ladesäule am Arbeitsplatz ganz sicher zu schätzen wissen, da es finanzielle und organisatorische Vorteile für sie bringt. Insbesondere wenn mein Firmenstandort etwas außerhalb vom Stadtzentrum liegt und öffentliche Verkehrsmittel selten oder gar nicht in die Nähe des Firmenstandortes fahren, schaffe ich eine günstige und nachhaltige Mobilitätslösung für potenzielle Fachkräfte die mein Unternehmen ansonsten vielleicht aufgrund von einem langwierigen Arbeitsweg ausschließen würden.  Weitere interessante Infos zum Thema findest du in meinem Artikel Vorteile Arbeitgeber: elektrische Dienstwagen
Wenn du außerdem interessiert bist ein Dienstwagenmodell in deinem Unternehmen zu etablieren und eine erste schnelle finanzielle Planung vornehmen möchtest ohne gleich deinen Steuerberater hinzuziehen zu müssen, besuche meinen Shop (Link wird bald bereitgestellt). Dort hast du die Möglichkeit mit dem Dienstwagen Tool deine Unternehmerkosten, sowie die Nettogehaltsinvestition für deine Arbeitnehmer näherungsweise zu berechnen. Und übrigens, ein Dienstwagenmodell kann auch als Gehaltsumwandlung umgesetzt werden, ohne das du als Unternehmer deine personalbezogenen Kosten steigst. Probiere es gerne aus.

Fandest du den Artikel interessant? Gerne kannst du ihn mit anderen teilen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Abonniere unsere Newsletter

Geschrieben und veröffentlicht von:

Jan Beilmann

Gründer jobcars

Weitere interessante Artikel

Hinweise für Arbeitnehmer:
1 Enthält die Steuerabgaben die aus der Dienstwagenversteuerung Pauschalmethode entstehen
2 Bei Gehaltsumwandlung sind die relevanten Teile der Unternehmerkosten enthalten

Hinweise für den Arbeitgeber:
1 Enthält die monatl. Leasing-/Abo Rate
2 Enthält die Beiträge AG zur Sozialversicherung
3 Enthält die USt. die aus der Fahrzeugbereitstellung entsteht
4 Zusätzliche Kosten bei Leasing Es entstehen neben der berücksichtigten monatl. Leasingrate noch weitere Kosten für z.B. Strom, Versicherung, Wartung, Verschleiß, evtl. Überführungs- & Zulassungskosten, KfZ Steuer entfällt bei E-Auto bis 2030. Der Arbeitgeber sollte die weiteren Kosten in seiner detaillierten Kostenkalkulation unbedingt zusätzlich beachten! Inwieweit er die Kosten als Gehaltsumwandlung einrechnet oder im Dienstwagenüberlassungsvertrag regelt bleibt ihm überlassen.

Bei ABO ist in der Regel in der monatl. Rate alles enthalten außer Strom (ausgenommen Schäden, Mehrkilometer etc.)

Spare durch die Umweltbonus!

Die Leasingsonderzahlung ist durch den Umweltbonus und die Innovationsprämie für Sie kostenneutral. Bitte beachten Sie jedoch, dass auf die Anzahlung Mehrwertsteuer bezahlt werden muss. Die Höhe und Berechtigung zur Inanspruchnahme der Innovationsprämie des Bundes ist durch die auf der Webseite des BAFA (www.bafa.de/umweltbonus) abrufbare Richtlinie geregelt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der Innovationsprämie bzw. des Umweltbonus. Der Erhalt erfolgt vorbehaltlich einer positiven Entscheidung des Antrags durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Der staatliche Umweltbonus inkl. der Innovationsprämie gilt derzeit bis Erstzulassung 31.12.2022.

Von einer Verlängerung der Innovationsprämie bis Erstzulassung 31.12.2025 wird derzeit ausgegangen, jedoch liegt noch keine finale Bestätigung vor.

Abo vs Leasing

Der hauptsächliche Unterschied besteht in dem Leistungsumfang und der Flexibilität in der Laufzeit. Während bei Leasingangeboten häufig eine feste Laufzeit von 18-48 Monaten vereinbart wird, finde ich beim ABO Laufzeiten von 1-24 Monate und häufig die monatlich kündbar.

Der Leistungsumfang des ABOs beinhaltet bereits sämtliche für den Betrieb des Fahrzeuges notwendige Kosten außer Strom in der monatlichen Mietrate. Beim Leasing muss ich mich selber um eine Vollkaskoversicherung, Wartung, Bereifung etc.. kümmern.

Die Raten für das ABO sind in der Regel deutlich über denen beim Leasing, jedoch kann ich demgegenüber einige Kosten einsparen und die administrativen Aufwendungen in meinem Unternehmen senken. Beides sind sinnvolle Varianten, um Elektromobilität in meinen Firmenfuhrpark zu etablieren.